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Engagement 2.0
Vom passiven Wahrnehmen zum aktiven Nutzen neuer Kommunikationstechnologien
Karl Staudinger, David Röthler. Artikel erschienen in Erwachsenenbildung.at, Ausgabe 11/2010 (Schwerpunkt Citizenship Education)
„Ich hatte vor Beginn des Kurses bloß die Erwartungshaltung, zumindest in der rein passiven Anwendung der Web 2.0-Möglichkeiten mal auf aktuellen Stand der Dinge gebracht zu werden. Dass ich jetzt de facto vor der Umsetzung eines Blogs stehe, in das ich auch Videos einbinden kann etc., das übertrifft meine Erwartungen bei weitem."
Ein/e TeilnehmerIn
Politische Kommunikation 2.0
Unter dem Titel „Politische Kommunikation 2.0“ fand im Bundesinstitut für Erwachsenenbildung in Strobl bereits zum dritten Mal ein Kurs über Kommunikationstechniken und werkzeuge im sogenannten Web 2.0 statt. Dieser Titel stellte eine Referenz an die Diskussion darüber dar, ob und allenfalls wie der durch die neuen Kommunikationstechnologien im Wortsinn „massiv“ erleichterte Zugang zur Öffentlichkeit eine strukturelle Veränderung der politischen Kultur mit sich bringt, sei es durch neue Möglichkeiten der Partizipation auf der einen – positiven – Seite, sei es durch die Herausbildung monopolartiger Servicestrukturen mit Megadatenbanken personenbezogener Informationen und den damit verbundenen Gefahren für das Individuum auf der anderen – negativen – Seite.
Als „politisch“ verstehen wir in unserem Kurskonzept jedes individuelle und gemeinsame Handeln, das soziale und politische Beziehungen gestalten und zu diesem Zweck die Meinungsbildung oder das Handeln von Menschen beeinflussen möchte. Damit sind nicht nur Aktivitäten angesprochen, die explizit – etwa in Form eines parteipolitischen Engagements – auf die Veränderung bzw. Stabilisierung von Machtverhältnissen, d.h. im demokratischen Kontext: auf WählerInnenzustimmung abzielen. Als „politische Kommunikation“ betrachten wir vielmehr auch alle öffentlichkeitswirksamen bzw. zielgruppenbezogenen Aktivitäten für Anliegen, die im Selbstbewusstsein der AkteurInnen als öffentlich, als Interessen der Allgemeinheit oder aber auch als moralische Ansprüche an unsere Gesellschaft verstanden werden.
Dieses Verständnis des Politischen wird auch in Zukunft tragende Säule in unserem Kurskonzept sein. Im Hinblick auf die Zielgruppe, die wir ansprechen möchten, erscheint uns allerdings eine Änderung der Bezeichnung des Kurses in „Engagement 2.0“ sinnvoll, sodass der Kurs ab 2011 unter diesem Titel laufen wird.
Web 2.0 und öffentliches Engagement
Öffentliches Engagement lebt von Kommunikation. Wenige Bereiche unseres gesellschaftlichen Lebens haben sich in den letzten Jahren so dramatisch verändert wie der Kommunikationssektor. Im Zentrum der Veränderungen stehen neue Technologien, die das Ansprechen von Zielgruppen, den Austausch von Ideen, Erfahrungen und Wissen, die Werbung für Bildungsangebote und Veranstaltungen und – nicht zuletzt – die Aktivierung und Partizipation Betroffener und Interessierter in sozialen, kulturellen und politischen Projekte erheblich erleichtern.
Wie immer eilt die technische Entwicklung unserer Fähigkeit, diese neuen Kommunikationstechnologien auch „vernünftig“ zu nutzen voraus, ein Umstand, den wir als erwachsenenbildnerische Herausforderung empfunden haben und der uns veranlasst hat, ein Bildungsangebot zu entwickeln. Das Konzept des Kurses und unsere Erfahrungen bei der Durchführung der ersten drei Kurse sollen im Folgenden dargestellt werden.
Konzept
Zielgruppen
Eingeladen waren alle, die sich für öffentliche Anliegen engagieren, ob in Kultur- und Bürgerinitiativen, in Vereinen, NGO’s, Interessenvertretungen und Gemeinden, bis hin zu Menschen, die als MandatarInnen politische Aufgaben wahrnehmen.
Ziel des Veranstalters, des Bundesinstituts für Erwachsenenbildung in Strobl, war es erklärtermaßen, durch eine gut durchmischte TeilnehmerInnengruppe das wechselseitige Verständnis für die unterschiedlichen Formen „politischen“ Engagements zu fördern.
Ziele
Der Kurs möchte folgende Ziele erreichen:
Überblick und Orientierung: Die TeilnehmerInnen sollen durch den Kurs einen Überblick über die wichtigsten – und vor allem auch über die gängigsten – Kommunikationswerkzeuge des Web 2.0 erhalten.
Beurteilung/Einschätzung von Aufwand und Nutzen: Die vorgestellten Tools werden im Kurs auch ausprobiert und in Hinblick auf die konkreten Herausforderungen der TeilnehmerInnen reflektiert, sodass eine Einschätzung der praktischen Verwendbarkeit der einzelnen Tools für die jeweiligen kommunikativen Aufgaben möglich wird.
Entwicklung konkreter Lösungsansätze: Schließlich zielt das Kurskonzept schon von Kursbeginn an darauf ab, zu konkreten Aufgabenstellungen aus der Praxis der TeilnehmerInnen Lösungsansätze in Form von Projektskizzen zu entwickeln. Wo dies möglich ist, werden diese auch bis zur Freischaltung im Online-Betrieb realisiert.
Zeitstruktur und Ablauf des Kurses
Die intensive gemeinsame Arbeit begleitet und verbindet die TeilnehmerInnen und Seminarleiter über einen Zeitraum von zwei Monaten. Diese relativ lange kontinuierliche Zusammenarbeit hat vor allem zum Ziel, einen möglichst breiten inhaltlichen Bogen darzustellen und zu den Inhalten auch praktische Übungsmöglichkeiten anbieten zu können.
Zugleich war diese Zeitstruktur auch Demonstration eines nicht unbedeutenden Potentials des Internets: Personen, die weit voneinander entfernt leben, konnten neben ihren Alltagsverpflichtungen über einen längeren Zeitraum hinweg kontinuierlich zusammenarbeiten.
Abb.1: Hauptnavigation der Kursplattform (M steht für Online-Modul, W für Workshop, SL für Seminarleiter, TN für TeilnehmerInnen)
Quelle:
Lernräume auf drei Ebenen
Der Kurs stellte Lernräume auf drei unterschiedlichen Ebenen zur Verfügung:
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Präsenzworkshops (drei zu jeweils eineinhalb Tagen)
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asynchrone Zusammenarbeit auf der Kursplattform (sieben Online-Module)
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synchrone Online-Konferenzen/Kursplena (fünf)
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synchrone Kleingruppenworkshops (Anzahl je nach Anforderung der TeilnehmerInnen)
Präsenzworkshops
Während die Kursarbeit in Onlinephasen unmittelbar neben der – und in Konkurrenz zur – Alltagsarbeit der TeilnehmerInnen stattfindet, bieten Präsenztermine die Möglichkeit, diesen Alltag hinter sich zu lassen und sich in der direkten persönlichen Begegnung mit Seminarleitern und KurskollegInnen auf die Arbeit am Thema – und auf die Seminargruppe einzulassen. Zielsetzungen für die Präsenztermine waren vor allem das gegenseitige Kennenlernen, der Austausch über die Kommunikationsaufgaben im Beruf bzw. Engagement, die Konkretisierung von Projektideen, zu deren Umsetzung der Kurs beitragen sollte, und die Reflexion der Zusammenarbeit in den Onlinephasen. Darüber hinaus hatten die Präsenztermine die Aufgabe, Raum für Übungen zu bieten.
Abb 2: Übersichtsseite zu den Beiträgen in Modul 2 „Multimedia"
Quelle:
Kursplattform
Die asynchrone Zusammenarbeit der TeilnehmerInnen auf der Kursplattform ist als enge Verbindung zwischen Inhalt und Methode konzipiert. Der Kurs möchte z.B. den TeilnehmerInnen die für das Web 2.0 typischen OpenSource Tools näher bringen und verwendet als Kursplattform das OpenSource Content Managment System Drupal (www.drupal.org), oder der Kurs versucht zu vermitteln, wie Blogs genutzt werden können, und verwendet selbst für den Austausch in der asynchronen Lernphase das Drupal-Blogmodul etc.
Hervorzuhebende technische Features der Kursplattform:
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UserInnenprofile, in denen die TeilnehmerInnen sich vorstellen und insbesondere ihre Web Präsenz und ihre Web 2.0 Accounts (Flickr, Youtube, Facebook, Skype-Kennung, Handy etc) austauschen
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Strukturierung der Beiträge auf der Kursplattform mit den für das Web 2.0 charakteristischen „Tags", die auch der Zusammenfassung der Beiträge der einzelnen Module dienen
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Übersichtsseiten, die insbesondere neue Inhalte rasch auffindbar machen
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Möglichkeit, sich gegenseitig private Nachrichten zu übermitteln, die nur für den/die unmittelbar adressierte/n) TeilnehmerIn sichtbar sind
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Kurskalender mit allen Kursterminen
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Möglichkeiten zur Einbindung aller Art von Inhalten externer Quellen (RSS, Fotos, Videos, Audiofiles, Screencasts etc.)
Die Online-Module waren jeweils nach dem Schema Input – Aufgabenstellung – gemeinsame Bearbeitung – Bericht (meist im Kursplenum) konzipiert. Der Input erfolgte entweder durch Präsentationen der Seminarleiter beim Kursplenum oder durch Screencasts (Aufzeichnungen von Bildschirmabläufen). Den Abschluss eines jeden Moduls stellte ein sogenanntes Wochenblitzlicht dar, in dem jede/r TeilnehmerIn kurz die eigenen Eindrücke vom jeweils zurückliegenden Onlinemodul nach dem Muster „gelernt/gut geklappt – offen geblieben/nicht geklappt“ mitteilen sollte und seine/ihre zeitlichen Ressourcen für die kommende Woche – insbesondere äußere Hindernisse für eine Teilnahme an der Kursarbeit – mitteilte.
Synchrone Online-Treffen/Videokonferenzen
Neben ihren inhaltlichen Zwecken war es Ziel der Kursplena, die technischen Möglichkeiten eines synchronen Online-Meetings vorzuführen.
Für die grundsätzlich wöchentlich stattfindenden Kursplena stand das – kostenpflichtige –Web-Conferencing System Adobe Connect zur Verfügung, das mittels Audio-, Video- und Chatverbindungen jeder/m TeilnehmerIn ermöglichte, Präsentationen vorzuführen oder den eigenen Bildschirm freizugeben und etwa die eigene Website zu demonstrieren u.Ä.m.
Abb. 3: Auszug aus dem Kurskalender.
Legende: Kursplenum = virtuelles Online-Meeting (Adobe Connect Conferencing Platform), Kleiner Treff = anlassbezogene Online-Workshops mit Kleingruppen (z.B. mit Demo-Sessions und Praxis-Übungen zur Installation von Wordpress oder Drupal), Workshop = Präsenztermin, TN Mail = Aussendung des wöchentlichen Kursmails an alle TeilnehmerInnen
Quelle:
Ablauf und Inhalte
Der Kurs startet mit einem Präsenzworkshop, der dem gegenseitigen Kennenlernen der TeilnehmerInnen, dem Kennenlernen ihrer kommunikativen Aufgabenstellungen im Beruf bzw. Engagement, einer ersten Annäherung an mögliche im Kurs zu verfolgende Webprojekte und Ideen und einer Einführung in das Thema Web 2.0 dient. Als erstes konkretes Tool wird in Startworkshop regelmäßig das Social Bookmarking vorgestellt, d.h. das Ablegen von Lesezeichen auf Internetseiten zur eigenen und zur Nutzung durch andere (Beispiel www.delicious.com).
Dem Startworkshop folgen vier jeweils einwöchige Online-Module. Das erste Modul ist dem Thema „ Blogs“ gewidmet und wird im Folgenden als Beispiel für den Ablauf eines Online-Moduls näher beschrieben.
Neben der Vorstellung der verschiedenen technischen Möglichkeiten, einen Blog anzulegen und zu betreiben, werden die TeilnehmerInnen aufgefordert, Blogs aus dem thematischen Umfeld ihres Engagements zu suchen und einzelne Blogeinträge in Hinblick auf ihre Qualität und (vermutete) Wirksamkeit zu analysieren. Dafür wird die Kursgruppe in Kleingruppen aufgeteilt, deren Mitglieder die Aufgabe haben, ihre Arbeitsschritte jeweils durch Blogeinträge auf der Kursplattform zu dokumentieren und die Blogeinträge der anderen Mitglieder ihrer Kleingruppe zu kommentieren. Die Kleingruppen werden aufgefordert, auf der Grundlage ihrer Recherchen und ihrer Diskussionen Qualitätskriterien für Blogs zu definieren. Im ersten Online-Kursplenum werden diese Qualitätskriterien schließlich von einem Mitglied der Kleingruppe den übrigen KursteilnehmerInnen präsentiert.
Bei Präsentationen im Rahmen der virtuellen Kursplena haben die TeilnehmerInnen die Möglichkeit, am Bildschirm Folienpräsentionen zu zeigen oder überhaupt ihren Bildschirm freizugeben und z.B. jene Blogs, die sie in der Kleingruppenphase besucht haben, vorzuführen.
Im Anschluss an diese Präsentationen und ihre Diskussion stellen die Seminarleiter das Thema und die Aufgabenstellung für das nächste Online Modul vor. Konkret wird etwa für das 2. Online Modul zum Thema „Multimedia“ die Fotosharing-Plattform Flickr über die Bildschirmfreigabe vorgestellt und die Nutzung dieser Plattform erläutert.
Weitere Inhalte der ersten Kurshälfte sind Social Networks wie Facebook, Twitter und ähnliche sowie RSS als Möglichkeit, neue Webinhalte mittels Feedreader rasch überblicken und durchlesen zu können und selbst Feeds für andere bereitzustellen.
Ungefähr in der Kursmitte findet ein zweiter Präsenzworkshop statt, der ganz wesentlich auch dem Ziel dient, die Zusammenarbeit in den vorangehenden Online-Modulen zu reflektieren.
Die wichtigste praktische Übung in diesem Workshop besteht in der Produktion eines Webvideos, wobei alle Schritte, von der Planung über die Aufnahme bis zum Schneiden, Rendern und Hochladen auf einer Videosharing Plattform (z. B. YouTube) durchlaufen werden.
Die Online-Module der zweiten Kurshälfte beschäftigen sich mit dem Thema Webcampaigning sowie der Arbeit an den Projekten der TeilnehmerInnen.
Der Abschlussworkshop schließlich dient vor allem der Präsentation dieser Projekte. Darüber hinaus werden die Themen „Web und Recht“ und jeweils aktuelle Themen aus der Diskussion über das Internet behandelt (z. B. Vorratsdatenspeicherung).
Erfahrungen
Zusammensetzung der Seminargruppe
Die TeilnehmerInnengruppe der drei bisher durchgeführten Kurse setzte sich zusammen aus MitarbeiterInnen von NGO’s, karitativen Vereinen, von Frauenberatungsstellen und Qualifizierungseinrichtungen, engagierten Menschen aus Kulturinitiativen, GemeindemandatarInnen und MitarbeiterInnen (verschiedener) politischer Parteien und Interessenvertretungen. Da die Kursarbeit so angelegt war, immer wieder auch praktische Aufgabenstellungen aus dem Engagement bzw. der Arbeit der Teilnehmenden einzubinden, konnte ein sehr weitgehender Austausch über öffentliche Kommunikation aus den verschiedensten Blickwinkeln erreicht werden, was wesentlich auch zur Lebendigkeit des Kurses beigetragen hat.
Unterschiedliche Herangehensweisen der TeilnehmerInnen
An jedem Kurs haben auch Personen teilgenommen, die sehr prägende Aspekte des Web 2.0, insbesondere aber auch den wahrzunehmenden „Hype“ um dieses Thema, mit einer fundamentalen Skepsis betrachteten und am Kurs aus dem Bedürfnis nach Orientierung teilnahmen. Bemerkenswert ist, dass die SkeptikerInnen in ihren praktischen Ansätzen im Rahmen des Kurses „sehr weit gekommen sind“ und teilweise im Kurs bzw. in seinem Gefolge recht interessante und wirksame Projekte realisierten (z.B. Webvideos zum Equal-Pay-Day bzw. zu kommunalpolitischen Themen).
Wichtig und für die Seminarleitung herausfordernd war vor allem die unterschiedliche Beteiligung an der asynchronen Zusammenarbeit auf der Kursplattform. Grund hierfür waren zum Teil die beruflichen Belastungen, zum Teil die aktuellen Lebenssituationen. Zum anderen wird die in jeder Kommunikation erforderliche Verbindlichkeit in einer Online-Kommunikation anders als bei einem Präsenzworkshop vermittelt. Wer die Kursplattform nicht aktiv in seinem Web-Browser aufruft, nimmt nichts von ihr wahr. Was an äußeren Impulsen fehlt, muss durch inneren Antrieb kompensiert werden. Interessanterweise war zu beobachten, dass das – in einer Durchschnittsbetrachtung –Teilnehmerinnen leichter gefallen ist als Teilnehmern.
Aktivierung
Die Herstellung einer aktivierenden Lernumgebung ist in Onlinekursen immer eine wichtige – und sehr anspruchsvolle Herausforderung. Als wirksam und hilfreich haben sich dabei herausgestellt:
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die synchronen Kursplena (Online-Meetings), die der Zusammenarbeit vor allem durch die Präsentationen von Erfahrungsberichten und Arbeitsgruppenergebnissen sehr kräftige Impulse gegeben haben
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die Praxisorientiertheit des Kurses, die nicht zuletzt auch als Angebot formuliert wurde; die Lernmöglichkeiten im Kurs, insbesondere die Möglichkeit, das Wissen der Kursleiter und der übrigen TeilnehmerInnen für Feedback und Ideen zu den Aufgabenstellungen des Berufsalltages zu nutzen
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die Befolgung des Grundsatzes „don’t leave your learners alone“ (Anne Willems, E-Learning Expertin, Estland): Konkrete Anfragen und Probleme der TeilnehmerInnen wurden von der Kursleitung so rasch wie möglich beantwortet. das förderte das Interesse und Engagement im Kurs.
Kreative Höhepunkte
Als kreativer Höhepunkt des Kurses stach regelmäßig der Teil „Produktion von Webvideos“ hervor, nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass Webvideo zu den beliebtesten Webinhalten gehört und die Youtube-Suchmaschine in der Benutzungshäufigkeit hinter der Google-Suche an zweiter Stelle liegt. Positiv überrascht hat uns, dass es fast immer gelungen ist, in der doch relativ kurzen zur Verfügung stehenden Zeit fertige Videos zu produzieren, die teilweise nicht nur Übungszwecke erfüllten, sondern online veröffentlicht werden konnten und auch – teilweise beachtliche – Wirkung erzielten.
Webcommunity als nächster Schritt
Wer die Möglichkeiten des Web 2.0 nutzen will, so der Kursprospekt, braucht Begeisterung, gute Konzepte und eine lebendige Community für Fragen, Feedback und Diskussion. Ansätze zum Entstehen einer Webcommunity der AbsolventInnen des Kurses zeigen sich darin, dass TeilnehmerInnen auch nach Kursende immer wieder die Kursplattform besuchen und teilweise auch die dort bestehende Möglichkeit nutzen, an ihre KurskollegInnen Aussendungen zu verschicken. Eine mögliche – und wichtige – Perspektive für die Zukunft wird es sein, diesen Faden stärker zu spinnen, die Kommunikation über neue Initiativen im Web zu verstärken und Möglichkeiten anzubieten, in Kontakt zu bleiben. Die neu entstehende Website www.engagement20.at versucht, diesen Anspruch einzulösen.
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